Woh­nungs- und Grundstücks-Rechtsschutz

In der Woh­nungs- und Grund­stücks-Rechts­schutz­ver­si­che­rung sind die­je­ni­gen Rechts­ver­fol­gungs­kos­ten ver­si­chert, die im Zusam­men­hang mit einem bestimm­ten, im Ver­si­che­rungs­ver­trag ange­ge­be­nen Grund­stück oder einer dort bezeich­ne­ten, bestimm­ten Woh­nung entstehen. 

Rechts­strei­tig­kei­ten, die eine Ein­tritts­pflicht der Rechts­schutz­ver­si­che­rung aus­lö­sen, kön­nen bei­spiels­wei­se Miet­strei­tig­kei­ten sein, aber auch Strei­tig­kei­ten in der Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft, nach­bar­recht­li­che Strei­tig­keit oder grund­stücks­be­zo­ge­ne Strei­tig­kei­ten mit der Stadt oder Gemein­de.

Nicht von der Woh­nungs- und Grund­stücks-Rechts­schutz­ver­si­che­rung umfasst sind dage­gen Strei­tig­kei­ten, die im Zusam­men­hang mit einem geneh­mi­gungs­pflich­ti­gen Bau­vor­ha­ben stehen.

Bei der Woh­nungs- und Grund­stücks-Rechts­schutz muss das von dem Rechts­streit betrof­fe­ne Grund­stück bzw. die betrof­fe­ne Woh­nung im Ver­si­che­rungs­ver­trag kon­kret bezeich­net und auch sei­ne aktu­el­le Nut­zungs­art (etwa als Miet­woh­nung, Eigen­tums­woh­nung, selbst­ge­nutz­tes Ein­fa­mi­li­en­haus, ver­mie­te­te Woh­nung, Miets­haus) ange­ge­ben wer­den. Ver­si­che­rungs­schutz besteht dann für die im Ver­si­che­rungs­ver­trag jeweils ange­ge­be­ne Nut­zungs­art. Wird also eine eigen­ge­nutz­te Woh­nung ver­si­chert, besteht zwar Ver­si­che­rungs­schutz für Strei­tig­kei­ten mit der Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft, nicht aber, wenn die Woh­nung (ohne Anpas­sung des Ver­si­che­rungs­ver­tra­ges) dann doch ver­mie­tet wird, mit dem spä­te­ren Mie­ter. Wird dage­gen als Nut­zungs­art eine Miet­woh­nung ver­si­chert, besteht Ver­si­che­rungs­schutz etwa für Strei­tig­kei­ten mit dem Ver­mie­ter, nicht jedoch für Rechts­strei­tig­kei­ten mit einem Untermieter.

Im Rah­men der Woh­nungs- und Grund­stücks-Rechts­schutz sind im Übri­gen nicht nur Wohn- oder Büro­ge­bäu­de ver­si­cher­bar. Auch die Ver­si­che­rung etwa ein­zel­ner Gara­gen sowie von Dau­er­cam­ping­plät­zen oder Boots­an­le­ge­ste­gen ist möglich.